Harter Stuhlgang

Harter Stuhlgang kann viele verschiedene Ursachen haben. Oftmals trinken die Betroffenen zu wenig oder es handelt sich bei der Ursache um gravierende Ernährungsfehler. Meist geschieht dies in Form einer zu einseitigen Nahrungsaufnahme bei der nicht ausreichend Ballaststoffe aufgenommen werden. Bei älteren Leuten kommt neben der verminderten Flüssigkeitsaufnahme dann häufig noch mangelnde Bewegung hinzu. Die Folgen hiervon sind dann in der Regel eine Verstopfung und alle in ihrem Rahmen auftretenden Beschwerden.

Was sind mögliche Ursachen für harten Stuhlgang?

Nachfolgend haben wir einige mögliche Auslöser für Verstopfung und harten Stuhlgang für Sie aufgeführt. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  • Zu geringe Flüssigkeitszufuhr – Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit über den Tag verteilt? Ein Erwachsener Mensch sollte täglich 2,5 bis 3 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen.
  • Ballaststoffarme Ernährung – Ist Ihre Ernährung reich an Ballaststoffen? Überwiegender Verzehr von Weißmehlprodukten kann zu hartem Stuhlgang führen. Erweitern Sie Ihren Speiseplan nach Möglichkeit und essen Sie mehr gesunde Vollkornprodukte und Gemüse.
  • Bestimmte Lebensmittel haben einen stark stopfenden Effekt. Hierzu zählen unter anderem Bananen und Schokolade.
  • Insbesondere alte Menschen trinken häufig zu wenig Flüssigkeit. Des Weiteren haben Senioren oft einen Bewegungsmangel, der ebenfalls Verstopfungen begünstigen kann.
  • Abführmittelmissbrauch – Hierdurch stumpft die Darmtätigkeit ab. Die Folge sind harter Stuhlgang und Verstopfung. Bei Betroffenen führt dies häufig zu „Abführmittel Abhängigkeit“.
  • Eine dauerhafte Therapie mit Schmerzmitteln aus der Gruppe der Opioide oder Opiate. Hierzu zählen zum Beispiel Morphin, Oxycodon und Fentanyl.

Was hilft gegen harten Stuhlgang?

  • Das Essen von reichlich Sauerkraut soll sich positiv auswirken. Im Sauerkraut sind große Mengen von Ballaststoffen enthalten. Zusätzlich sollte viel getrunken werden.
  • Essen Sie mehr Vollkornprodukte und achten Sie auf eine ausgeglichene Ernährungsweise. Auf dem Speiseplan sollten ebenfalls viel Gemüse und Salat stehen.
  • Nehmen sie 1 bis 2 Esslöffel Speiseöl zu sich und spülen Sie mit einem Glas klaren Wasser nach. Die Wirkung tritt für gewöhnlich nach 2 bis 3 Stunden ein.
  • Wenn gar nichts anderes mehr hilft oder die Verstopfung nicht mehr auszuhalten ist, können Sie in der Apotheke einen fertigen Einlauf zur einmaligen Verwendung kaufen.

Muss ich mich von einem Arzt untersuchen lassen?

Wenn es sich um ein regelmäßiges Problem handelt, dann sollten Sie sich auf jeden Fall von einem Arzt untersuchen lassen. Nur ein Fachmann kann eventuell zugrundeliegende Erkrankungen ausschließen und eine richtige Diagnose stellen. Er wird Ihnen dann auch bei Bedarf Medikamente verordnen und Sie eingehend beraten und alle Ihre Fragen ausführlich beantworten. Die Kosten hierfür werden selbstverständlich von der Krankenkasse übernommen.

Woher kommt eigentlich der Ausdruck Stuhlgang?

Hierzu kursieren mehrere Erklärungsansätze. An dieser Stelle möchten wir Ihnen nachfolgend zwei hiervon vorstellen.

  • Erste Erklärung – Das Wort steht im Zusammenhang mit dem alten Wort für Stuhl: Sitz, Thron. Bevor das Wort Toilette im Sprachgebrauch üblich und etabliert war, wurde der Gang zum Klo als “Zu Stuhle gehen” bezeichnet. So kam es dazu, dass die Exkremente als Stuhlgang bezeichnet wurden.
  • Zweite Erklärung – Das Wort Stuhlgang wurde von dem Wort Leibstuhl abgeleitet. Dieser wurde im 18. Jahrhundert entwickelt. Hierbei handelte es sich um einen Stuhl mit einem eingebauten Nachttopf.